In die Tüte gesprochen – Gegen Hass. Für Hildesheim

Gesellschaftliche Vielfalt prägt unser Zusammenleben. Gleichzeitig nehmen Rassismus und Antisemitismus im Alltag und insbesondere im digitalen Raum wieder sichtbarer zu. Das Projekt „In die Tüte gesprochen – Gegen Hass. Für Hildesheim“ ermöglicht Schüler*innen ab der 7. Klassenstufe, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, demokratische Werte zu reflektieren und eigene Botschaften für ein respektvolles Miteinander zu entwickeln.

Das Projekt besteht aus zwei eigenständigen Workshops zu den Themen Rassismus und Antisemitismus, die unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte setzen.

Der Workshop Rassismus ist als Stationenlernen aufgebaut und wird durch ein begleitendes Arbeitsheft ergänzt. An verschiedenen Stationen beschäftigen sich die Schüler*innen mit den historischen Ursprüngen und heutigen Erscheinungsformen von Rassismus und antimuslimischem Rassismus. Darüber hinaus setzen sie sich mit Diskriminierung im Alltag auseinander und reflektieren die Bedeutung von Vorurteilen, Sprache und gesellschaftlichen Strukturen für das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft.

Im Workshop Antisemitismus lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Erscheinungsformen des Antisemitismus kennen. Anhand aktueller Beispiele – insbesondere aus den sozialen Medien – analysieren sie antisemitische Aussagen und Bildsprache, ordnen diese verschiedenen Formen des Antisemitismus zu und diskutieren deren Auswirkungen auf Betroffene sowie auf das demokratische Zusammenleben.

Beide Workshops verbinden Wissensvermittlung mit interaktiven Methoden und fördern die gemeinsame Reflexion sowie den Austausch innerhalb der Lerngruppe. Ziel ist es, Vorurteile zu erkennen, demokratische Handlungskompetenzen zu stärken und Möglichkeiten für ein respektvolles und diskriminierungssensibles Handeln im Alltag aufzuzeigen.

Den Abschluss des Projekts bildet ein kreativer Workshopteil. Die Schüler*innen entwickeln eigene Botschaften, Slogans oder kurze Texte für Vielfalt, Respekt und Demokratie in Hildesheim. Eine Auswahl dieser Botschaften wird auf Papiereinkaufstüten gedruckt und über den Hildesheimer Einzelhandel verteilt. Auf diese Weise werden die Perspektiven und Ideen der Jugendlichen im öffentlichen Raum sichtbar und regen zum Nachdenken über ein respektvolles Zusammenleben an.

Im Rahmen eines abschließenden Festakts werden die entstandenen Einkaufstüten sowie ausgewählte Botschaften präsentiert. Darüber hinaus erhalten Besucher*innen Einblicke in die Inhalte der Workshops und den Entstehungsprozess des Projekts.

Wie können Sie das Projekt schon jetzt unterstützen?

Besuchen Sie uns auf Instagram unter @radius_hildesheim und entdecken Sie erste Botschaften sowie Einblicke in das Projekt. Für die Präsentation der Botschaften beim Festakt suchen wir außerdem A4-Bilderrahmen ohne Glas oder mit Plexiglas. Wenn Sie einen passenden Bilderrahmen spenden möchten, freuen wir uns sehr. Die Bilderrahmen können nach den Sommerferien donnerstags zwischen 08:00 und 15:00 Uhr im Caritasgebäude, Pfaffenstieg 12, abgegeben werden. Wir bedanken uns bereits jetzt herzlich für Ihre Unterstützung und freuen uns darauf, die Ergebnisse des Projekts im Dezember gemeinsam mit Ihnen zu präsentieren.

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